> Unternehmerinnen in Frankfurts Süden

By: Friederike

Wenn es um Führungspostionen oder Selbstständigkeit geht, sind Frauen noch in der Minderzahl. Dabei sind viele Frauen gut qualifiziert und können mit ihren Fähigkeiten und Lösungsstrategien die (Arbeits-)Welt bereichern. Beispielhaft ermutigen fünf sehr unterschiedliche Dietzenbacherinnen dazu, sich klar zu positionieren und die eigenen Ziele umzusetzen: selbstbewusst, eigenverantwortlich, im Vertrauen auf die eigenen Fähigkeiten und mit viel Freude.

Dietzenbach: Nicole Eck – Andrea Robens – Daniela Rogge – Petra Lück – Irmgard Weber
Dreieich: Kerstin Kanofski – Birgit Müller-Kirschner
Heusenstamm: Samiha Polat und Meliha Öztas – Susanne Dölz und Sandra Mehling – Ute Fiege – Christine Moses – Merle Heidenreich
Neu-Isenburg: Anna Reinhardt – Susanne Wendt – Claudia Domnik – Nadine Brahms – Anja Kürschner – Manuela Werner
Obertshausen: Simone Weinmann-Mang – Silvie Vidak – Nicole Krüger – Dr. Daniela Türk – Susanne Brust
Rödermark: Julia Akinwale – Andrea Gotta – Claudia Mieth – Daniela Süß-Wunderlich – Angelika Billing – Stefanie Gotta

 

Dietzenbach:

Nicole Eck
Unternehmen: Die Suppe und das Grün – Die Suppenbar am Roten Platz in Dietzenbach
Position: Köchin und Geschäftsinhaberin
Seit Februar 2014 in Dietzenbach.
www.die-suppe.de

1. Was ist Ihr Erfolgsrezept?
Aus Überzeugung und mit dem Herzen jede Woche drei verschiedene neue Suppenrezepte zu kreieren. Um meine Suppen-Visionen zu verwirklichen, wechselte ich vom Marketing in die Gastronomie.

2. Wie gelingt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie?
Ich bin sehr dankbar und sehr stolz, dass ich mit meiner Familie so ein geniales, einmaliges Team im Hintergrund habe, das mich sehr unterstützt.

4. Was ist wichtiger in Ihrem Unternehmen: analog oder digital?
Beides ist wichtig – aber ich freu mich jeden Tag auf sympathische Leute bei mir direkt in der Suppenbar und eine persönliche Ansprache. Ich finde es immer wieder schön, meinen Suppen-Kunden persönlich etwas zu geben, hinter dem ich wirklich zu 100 Prozent stehe.

5. Was ist Ihr Tipp für Unternehmerinnen oder die, die es noch werden wollen?
Wenn Ihr von Eurem Konzept überzeugt seid und dahintersteht, dann wartet nicht zu lange, sondern setzt es um.

 

Andrea Robens
Unternehmen: Ratsstube Dietzenbach
Position: Gesellschafterin / Geschäftsführerin, ein Unternehmen der A&A Gastro GmbH, Heusenstamm
Seit Februar 2018 hier in Dietzenbach
www.ratsstube-dietzenbach.net

1. Was ist Ihr Erfolgsrezept?
Humor und Einfühlungsvermögen ist mein Erfolgsrezept im Beruf
• Wer andere zum Lachen bringt, gewinnt
• Veränderungen heiße ich gern willkommen,
• von Niederlagen lasse ich mich nicht entmutigen,
• ich warte nicht ab – ich handele,
• ich bin bereit Risiken ein zugehen,
• ich baue Beziehungen zu anderen Menschen auf,
• ich besitze Entschlossenheit,
• ich pflege und zeige Dankbarkeit.

2. Wie gelingt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie?
„Selbst und ständig“ ist die neue und entscheidende Herausforderung.
Mein Mann ist bereits im Unruhestand und entlastet mich sowohl im Haushalt und der Betreuung unserer Tochter was Schule und Entwicklung betrifft. Das dabei in den ersten Jahren Zeitkonflikte und Verzicht auf beiden Seiten ein Problem darstellen, ist uns bewusst. In diesem Umfeld gilt es, nicht perfekt zu sein, sondern machen – zwischen Workaholic und Work-Life-Balance.

3. Haben Sie ein Vorbild?
Mein erster Chef hat mir alles beigebracht, was ich beherrschen muss: gute Arbeitseinteilung, Freundlichkeit am Gast, sowie Korrektheit zu Vorgesetzten und Mitarbeitern. Mein Zweiter hat mir Verantwortung übertragen wie Aufbau und Führung eines motivierten Teams, Einarbeitung von neuem Personal, Einhaltung von Qualitätsstandards, sowie Planung und Organisation von Veranstaltungen. Und so habe ich an jedem neuen Arbeitsplatz dazugelernt. Mein Mann hat bewiesen, wie er für seine Kunden und mit seinem Beitrag für die Gesellschaft beruflich Erfolg hatte und trotzdem unsere kleine Familie nie zu kurz kam.

4. Was ist wichtiger in Ihrem Unternehmen: analog oder digital?
Analog im Zeitalter der Digitalen Revolution? Totgesagte leben länger, das beweist gerade die analoge Werbung. Noch vor kurzem prophezeiten selbsternannte Marketingexperten und Marktbeobachter ihr Ende. Im Zeitalter der Digitalen Revolution sei kein Platz für analoge Relikte aus der Vergangenheit. Viele Firmen sind fleißig dabei, ihre Kommunikation sowohl intern als auch mit dem Kunden zu digitalisieren, obwohl sich gerade wieder zeigt, wie sehr sich der Mensch vom haptischen Erlebnis einfangen lässt. Wir tun gut daran, nicht nur unsere Werbemaßnahmen nach einem gesunden Mischverhältnis aus analoger und digitaler Vielfalt zu gestalten.

5. Was ist Ihr Tipp für Unternehmerinnen oder die, die es noch werden wollen?
Was will ich, Geld und/oder Spaß? Geld ist nicht alles! Dass, was Du tust, sollte dir Spaß machen, denn was du liebst, dafür bist du wahrscheinlich wirklich geeignet. Wenn du machst, was du kannst, machst du es auch gut. Gäste, Kunden und Kollegen werden dich dafür lieben. Dann gehst du glücklich zur Arbeit und kommst glücklich wieder nach Hause. Die Menschen, die ihre Arbeit lieben, sind auch diejenigen, die gefragt werden, ob sie in deinem Team mitarbeiten wollen. Deshalb finde heraus, was dir gefällt, was dir Spaß macht, mach etwas, das du liebst, und nutze es um Erfolg zu haben!

 

Daniela Rogge
Unternehmen: Die Spielzeugkiste – vor 10 Jahren in Dietzenbach eröffnet
www.spielzeugkiste-dietzenbach.de

1. Was ist Ihr Erfolgsrezept?
Zuhören und zwar den Kunden und den Mitarbeitern. Außerdem Freude an der Arbeit, das ist wie ein Motor, der einen voran bringt. Nicht stehenbleiben und immer wieder neue Ideen und Aktionen entwickeln, um die Kunden zu überraschen und interessant zu bleiben.

2. Wie gelingt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie?
Das kann schon manchmal wie das Jonglieren von Bällen sein. Von der ein oder anderen perfektionistischen Vorstellung muss man sich verabschieden. Zum Glück hatte und habe ich immer viel Unterstützung von der Familie. Und außerdem – wer findet es nicht toll, wenn die Eltern einen Spielwarenladen haben.

4. Was ist wichtiger in Ihrem Unternehmen: analog oder digital?
Beides. Der persönliche Kontakt zu den Kunden und das Gespräch sind wichtig, um eine Bindung herzustellen und um ein Gefühl zu bekommen, in welche Richtung das Angebot gehen muss. Es ist aber auch wichtig mit der Zeit zu gehen und sich auf virtuellen Plattformen zu zeigen und auf sich aufmerksam zu machen.

5. Was ist Ihr Tipp für Unternehmerinnen oder die, die es noch werden wollen?
Wenn man von einer Idee begeistert und überzeugt ist und dafür brennt, dann sollte man den Mut haben und sich an die Umsetzung wagen. Man muss sich aber auch klar darüber sein, immer selbst und ständig zu arbeiten.

6. Welche Anekdote erzählen Sie immer wieder gerne?
Ich finde es immer wieder schön zu sehen, wie ehrlich sich Kinder freuen.
Kurios ist schon mal, was Kunden in unserem Geschäft so alles vergessen oder verlieren. Nicht nur Schnuller, Jacken oder das Stofftier, ohne das am Abend nicht eingeschlafen werden kann. – Wir haben auch schon nach einem Hörgerät und einem Gebiss gesucht.

 

Petra Lück
Unternehmen: Volkhochschule Dietzenbach
Position: seit 2010 Leiterin der Volkshochschule Dietzenbach e.V.
www.vhs-dietzenbach.de

1. Was ist Ihr Erfolgsrezept?
Prioritäten setzen und in stressigen Momenten tief durchatmen und einen Moment inne halten.

2. Wie gelingt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie?
Heute funktioniert das wunderbar, denn meine Tochter ist erwachsen. In der Vergangenheit gab es große Herausforderungen: Viele Jahre habe ich Studium mit Berufstätigkeit und Kindererziehung vereinbaren müssen. Ohne eine professionelle Kinderbetreuung, die Unterstützung von Freundinnen, Durchhalte-vermögen und Optimismus wäre dies nicht gelungen.

3. Haben Sie ein Vorbild?
Wichtiger als ein Vorbild ist doch, den eigenen Weg zu gehen, aus Erfahrungen zu lernen und sich dabei weiter zu entwickeln – lebenslang.

4. Was ist wichtiger in Ihrem Unternehmen: analog oder digital?
Entscheidend ist die persönliche Ansprache und der Gedankenaustausch. Aber ohne den täglichen Umgang mit digitalen Medien könnte eine Volkshochschule nicht bestehen.

5. Was ist Ihr Tipp für Unternehmerinnen oder die, die es noch werden wollen?
Öfter mal die eigene Komfortzone verlassen und neues Terrain betreten.

6. Welche Anekdote erzählen Sie immer wieder gerne?
Bei einem Vorstellungsgespräch wurde ich mal gefragt, ob ich in die Schuhe meiner Vorgängerin passen würde und antwortete sehr spontan: „Warum soll ich deren Schuhe auftragen?“ Ich bekam die Stelle und ging meinen Weg.

 

Irmgard Weber
Unternehmen: Parfümerie am Stadtbrunnen, Dietzenbach
Position: Inhaberin seit 1975

1. Was ist Ihr Erfolgsrezept?
Der Kundin auf Augenhöhe begegnen, ehrlich und glaubwürdig sein. Kompetenz, eine gute Personalführung und gut ausgebildete Mitarbeiterinnen. Mit meinen Mädels verbringe ich den größten Teil meines Tages. Spaß am Beruf, Mut, neue Dinge auszuprobieren, und eine große Portion Optimismus.

2. Wie gelingt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie?
Nicht immer ganz einfach, aber mit Humor und Disziplin gelingt die Gradwanderung.

3. Haben Sie ein Vorbild?
Eigentlich seit meiner Kindheit Florence Nightingale, unternehmerisch natürlich Coco Chanel. Die eine für Ihre Menschlichkeit. Coco Chanel für ihren Freigeist, ihre unkonventionelle Art und ihren Mut, anders zu sein.

4. Was ist wichtiger in Ihrem Unternehmen: analog oder digital?
Da bin ich etwas altmodisch. Ich bin gerne unter Menschen, was mein Beruf mit sich bringt. Ein gutes Gespräch oder ein freundlicher Händedruck sind für mich unverzichtbar. Allerdings werde ich mich den neuen Medien nicht verschließen und sie wohldosiert einsetzen.

5. Was ist Ihr Tipp für Unternehmerinnen oder die, die es noch werden wollen?
Gut abwägen, ob man wirklich einen sicheren Arbeitsplatz gegen die Selbstständigkeit eintauschen möchte. Man sollte das nur machen, wenn man 100 Prozent hinter seiner Idee steht, mit ganzem Herzen dabei ist und bereit ist, am Anfang auf viele Bequemlichkeiten zu verzichten.

6. Welche Anekdote erzählen Sie immer wieder gerne?
Als Chanel den legendären Nagellack 505 herausgebracht hat, hat das einen Kaufrausch ausgelöst, der weltweit nicht zu bewältigen war. Dank meines guten Gespürs für Neuheiten war ich immer gut aufgestellt. Von Bestechungsversuchen über Drohungen und Dankesschreiben war alles dabei. Darüber habe ich eine vierseitige Glosse geschrieben, die wurde von Chanel in Hamburg übersetzt und nach Paris geschickt. Sehr witzig. Wer sie lesen möchte: Ich habe sie noch.

 

Dreieich:

Kerstin Kanofski
Unternehmen: Das Leben ist süß, Dreieich
Position: Inhaberin
Seit 2013 in Dreieichenhain.
www.das-leben-ist-suess.de

1. Was ist Ihr Erfolgsrezept?
Ich liebe, was ich tue. Daher arbeite ich immer noch jeden Tag mit vollem Einsatz und viel Spaß und Freude.

2. Wie gelingt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie?
Meine Manufaktur ist bei uns im Haus untergebracht, was die Sache einfacher macht. Es ist aber auch Fluch und Segen zugleich, da es nie einen richtigen Feierabend gibt. Oft höre ich von Freunden, selbstständig bedeutet SELBST und STÄNDIG. Da ist etwas Wahres dran. Die ganze Familie ist aber mit im Einsatz, wenn es eng wird.

3. Haben Sie ein Vorbild?
Menschen, die nach Ihrer Überzeugung handeln und dabei fair und gerecht bleiben und ihren Humor nicht verlieren. Das sind Vorbilder für mich – unternehmerisch wie privat.

4. Was ist wichtiger in Ihrem Unternehmen: analog oder digital?
Beides. Ich stelle ja sehr haptische Produkte her: Die Süßigkeiten sehen wunderschön aus, duften und schmecken lecker. Das muss man dem Kunden schon „in echt“ anbieten. Meine Händler nutzen die Ware oft als Eyecatcher in ihren Läden, weil sie so schön bunt sind. Die Optik funktioniert natürlich auch digital – daher ist digital als Vertriebskanal auch sehr wichtig. Und all die Kinder, die in meine Bonbonküche kommen und selbst mitmachen, erleben einen unvergesslichen Einblick in altes Handwerk – analoger geht‘s nicht.

5. Was ist Ihr Tipp für Unternehmerinnen oder die, die es noch werden wollen?
Think global, act local. Aller Anfang ist schwer, der Weg ist das Ziel: But do it!

6. Welche Anekdote erzählen Sie immer wieder gerne?
Ich bekomme oft kuriose Anfragen, was man aus Zucker alles machen kann … Letztes Jahr habe ich für einen Krimi-Filmdreh des ZDF Viagra-Pillen hergestellt, denn jemand wurde mit einer Überdosis umgebracht. Die durften natürlich nicht echt sein, mussten aber so aussehen. Hat geklappt.

 

Birgit Müller-Kirschner
Unternehmen: Helen Doron English Lernzentrum Dreieich
Position: Geschäftsleitung
Seit 2005 in Dreieich-Götzenhain.
www.helendoron.de

1. Was ist Ihr Erfolgsrezept?
Ein tolles internationales Team, mit dem es unendlich viel Spaß macht zu arbeiten. Unser Motto ist: „Where children come first“ . Immer ein offenes Ohr für unsere Schüler und Eltern und in allen Situationen eine positive Einstellung behalten.

2. Wie gelingt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie?
Die Nähe meiner Arbeitsstätte zum Wohnort spart sehr viel Zeit. Darüber hinaus sind meine Drillinge bereits 20 Jahre alt und unterstützen mich tatkräftig. Darüber hinaus konnte ich auf die Hilfe der Omas und meines Mannes zählen.

3. Haben Sie ein Vorbild?
Nicht direkt, lerne aber gerne unterschiedliche Erfolgsgeschichten von Unernehmer*innen kennen, von denen man etwas lernen kann.

4. Was ist wichtiger in Ihrem Unternehmen: analog oder digital?
Beides ist für uns wichtig, da unser Unterrichtsmaterial mittlerweile auch digital zur Verfügung steht. Digital unterstützt, der persönliche Kontakt ist jedoch sehr viel wichtiger.

5. Was ist Ihr Tipp für Unternehmerinnen oder die, die es noch werden wollen?
Unterstützung der Familie sicherstellen. Risiko- und Investitionsbereitschaft mitbringen. Sich nicht von Rückschlägen beirren lassen.

6. Welche Anekdote erzählen Sie immer wieder gerne?
Da könnte ich viele erzählen. Z.B. waren wir in den Herbstferien mit 36 Schülern in einem Camp in England. Bei der Sightseeing Tour nach Bristol waren wir im „Science Museum“ in einer Show. Den Kindern wurde erklärt, wie eine Rakete ins Weltall fliegt. Unsere 9-14 Jahre alten Kids haben alles verstanden und aktiv mitgemacht, Versuche ausgeführt und Fragen ohne Scheu beantwortet. Das hat das ganze Team sehr beeindruckt.

 

Heusenstamm:

Samiha Polat und Meliha Öztas
Unternehmen: Stamm Boutique
Position: Inhaberinnen
Geschäft seit 1. September 2018 in Heusenstamm.
www.stamm-boutique.de

1. Was ist Ihr Erfolgsrezept?
Vielfalt! Wir ergänzen uns – in unserem Stil, den Ideen, in Präsenz und Kompetenzen. Zu zweit hat man einfach doppeltes Potenzial. Und die Liebe zum Beruf! Wir möchten unseren Kunden guten Service bieten. Zusätzlich werden wir von Gabi Büttner unterstützt, die auf ihre langjährige Erfahrung zurückgreift. Sie ist immer samstags auch zur Stilberatung da.

2. Wie gelingt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie?
Zu zweit lässt sich alles aufteilen. Wir planen vieles sehr strategisch durch und wissen, dass wir uns auf den anderen verlassen können. Unsere Familien sind uns sehr wichtig, daher teilen wir uns die Zeiten auf.

3. Haben Sie ein Vorbild?
Gabi Büttner hat uns Erfahrungen voraus, die wir in unseren Vorstellungen einbauen. Ihre Fachkenntnisse liefern uns wertvolle Impulse.

4. Was ist wichtiger in Ihrem Unternehmen: analog oder digital?
Beides. Im Geschäft ist es ganz klar der persönliche Umgang mit unseren Kunden. Digital erreichen wir in den Sozialen Medien auch weitere Menschen.

5. Was ist Ihr Tipp für Unternehmerinnen oder die, die es noch werden wollen?
Schauen, was zu einem passt und dann Marktlücken suchen und das Profil schärfen. Ziele sehr klar definieren und alles gut durchorganisieren. Schon in der Planung wird einem klar, ob es funktionieren kann, denn man hat Zahlen. Der nötige ‚Spirit‘ muss dann alles anfeuern.

6. Welche Anekdote erzählen Sie immer wieder gerne? Neulich fragte bei uns eine Frau ihren Mann “Welche der Taschen findest du schön?” Er antwortete mit einer Gegenfrage: „Welche brauchst du denn?“ Daraufhin sie: „Von brauchen kann keine Rede sein.“

 

Susanne Dölz und Sandra Mehling
Unternehmen: Abaco Immobilien
Heusenstamm
Position: beide Geschäftsführerinnen. Seit 1. Februar 2011 in Heusenstamm ansässig
abaco-heusenstamm.de

1. Was ist Ihr Erfolgsrezept?
Erfolg bedeutet für uns, wenn man beruflich das tut, was man liebt. Und wir freuen uns immer noch täglich auf unsere Arbeit!
Dem Kunden respektvoll zuhören und ihm von der Beratung bis zur Vertragsunterzeichnung mit unserer Fachkompetenz erfolgreich zur Seite stehen – das ist uns sehr wichtig.

2. Wie gelingt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie?
Gut! Der Beruf nimmt eine zentrale Rolle im Leben ein, dennoch dürfen sich nicht alle Bedürfnisse langfristig der Arbeit unterordnen. Menschen sollten sich Raum und Zeit schenken für soziale Kontakte, Regeneration und neue Inspirationen. Das führt zu mehr Lebensfreude und Vitalität. Davon profitiert auch das Arbeitsleben.

3. Haben Sie ein Vorbild?
Ja, auch wenn diese nichts mit der Immobilien-Maklerei zu tun haben: Albert Einstein oder Rupert Sheldrake – um nur zwei zu nennen. Dank dieser Pioniere der Physik und besonders der Quantenphysik wissen wir, dass alles mit allem in Resonanz steht. So gesehen betrachtet man die Welt dann mit ganz neuen Augen …

4. Was ist wichtiger in Ihrem Unternehmen: analog oder digital?
Ohne digitale Prozesse wäre unser Beruf heute wesentlich zeitaufwendiger. Die digitalen Informations- und Kommunikationsmöglichkeiten wie Internet und E-Mail sind wichtige Instrumente bei der Vermarktung unserer Immobilienobjekte. Viele Kunden recherchieren unsere Referenzen im Internet auf Bewertungsplattformen, bevor sie mit uns in persönlichen Kontakt treten.

5. Was ist Ihr Tipp für Unternehmerinnen oder die, die es noch werden wollen?
Beruf kommt von Berufung. Angehende Unternehmerinnen sollten den Mut haben, ihrer Intuition zu vertrauen. Kühnheit besitzt enormes Potenzial. Ist der Entschluss nach Prüfung sämtlicher Umstände gefasst, sollte frau konsequent den neuen Weg gehen.

 

Ute Fiege
Ute Fiege Immobilien.
Position: Geschäftsführerin, Immmobilienmaklerin, seit 1993 hier in Heusenstamm.
www.fiege-immo.de

1. Was ist Ihr Erfolgsrezept?
Konstante Weiterbildung, um nicht stehen zu bleiben, jedem Kunden eine maßgeschneiderte Lösung zu bieten und für ihn und seine individuellen Bedürfnisse offen zu sein. Einen Service zu bieten, wie man sich ihn für sich selbst wünscht.

2. Wie gelingt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie?
Mein Büro besteht seit mittlerweile über 26 Jahren. Je selbstständiger die Kinder wurden, desto mehr Freiraum hatte ich für meine berufliche Entwicklung und das Büro konnte auch wachsen. Natürlich war es am Anfang bei mehrmonatigen Fortbildungen hilfreich, dass ich auf eine starke Familie zurückgreifen konnte. Mich freut es, dass ich meine Familie durch einen offenen Umgang an der Selbständigkeit teilhaben lassen konnte und dies auch weiterhin kann. Dadurch, dass mein älterer Sohn, Immobilienfachwirt und Immobilienökonom, ebenfalls in meinem Unternehmen tätig ist, bringt er neue Perspektiven, die unseren Austausch fördern und unsere Arbeitsweisen verbessern, insofern können wir uns sehr gut ergänzen.

3. Haben Sie ein Vorbild?
Nein, man sollte seinen eigenen Weg gehen.

4. Was ist wichtiger in Ihrem Unternehmen: analog oder digital?
Im Büroalltag erleichtern die Digitalisierung von Unterlagen und die Online-Anzeigenschaltung viele Prozesse, aber der persönliche Kontakt zu den Kunden ist durch nichts zu ersetzen. Gerade für eine harmonische, langfristige Zusammenarbeit sollte die Chemie stimmen.

5. Was ist Ihr Tipp für Unternehmerinnen oder die, die es noch werden wollen?
Geduld, um sich Zeit zu geben, mit dem Unternehmen zu wachsen; Selbstvertrauen, um sich von Rückschlägen nicht unterkriegen zu lassen; Spaß und Leidenschaft, um sich und das Team zu motivieren. Außerdem sollte man einen festen „Arbeitsplatz” haben, um nicht zu viel Arbeit mit nach Hause zu nehmen.

 

Christine Moses
Unternehmen: Main Daheim GmbH
Position: Geschäftsführende Gesellschafterin.
Seit 01.01.2000 hier in Heusenstamm
www.daheim-ambulante-krankenpflege.de

1. Was ist Ihr Erfolgsrezept?
Die Menschlichkeit und mein sozialer Gedanke. Zudem ist es wichtig, mit der Zeit zu gehen und zukunftsorientiert zu arbeiten.

2. Wie gelingt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie?
Eigentlich prima. Es ist oft sehr tricky, aber dank meiner Mutter und der Schulbetreuung konnte ich bisher alles zum Wohle meines Sohnes organisieren.

3. Haben Sie ein Vorbild?
Keine Unternehmerin, aber Co-Geschäftsführerin bei Facebook, Sheryl Sandberg.

4. Was ist wichtiger in Ihrem Unternehmen: analog oder digital?
Digital, weil das die Zukunft ist. Jedoch kommen wir im ambulanten Pflegebereich nicht darum herum, vieles doppelt zu führen – also analog und digital. Die Systeme sind einfach noch nicht so weit, zum Beispiel bei den Handkürzeln der Mitarbeiter. Hier fehlt noch die technische Möglichkeit einer digitalen Signatur.

5. Was ist Ihr Tipp für Unternehmerinnen oder die, die es noch werden wollen?
Sich selbstständig machen, heißt Verantwortung zu übernehmen. Betriebswirtschaftliches Know-how ist heutzutage unumgänglich. Darum: Behalten Sie die Wirtschaftlichkeit im Auge!

6. Welche Anekdote erzählen Sie immer wieder gerne?
Es gibt einige, aber die unterliegen alle dem Datenschutz!

 

Merle Heidenreich
Lebensanker, Psychoonkologische- und Naturheilpraxis.
Position: Psychoonkologin
Seit Januar 2018 in Heusenstamm.
lebensanker.com

1. Was ist Ihr Erfolgsrezept?
Zum einen meine persönliche Geschichte: Als ich selbst an Brustkrebs erkrankt war, habe ich die Erfahrung gemacht, dass ich etwa sechs Monate auf Termine für psychoonkologische Unterstützung warten musste. Die Diagnose Krebs ist aber schwer auszuhalten. Nachdem ich wieder gesund war, wollte ich daher dazu beitragen, diese „Lücke“ etwas zu schließen, damit Patienten zumindest selbstbestimmt entscheiden und handeln können. Ich habe mich daher also intensiv weitergebildet und biete inzwischen mit einer erfahrenen Kollegin in einer Gemeinschaftspraxis psychoonkologische Unterstützung und einen ganzheitlichen Therapieansatz an. Zum anderen braucht es aber natürlich auch Eigenschaften wie Ehrgeiz und Fleiß für die Ausbildung, Empathie, Verständnis und Geduld und natürlich Wissensdurst, um auf dem neuesten Stand zu sein, was Therapien betrifft.

2. Wie gelingt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie?
Meine vier Kinder sind erwachsen und alle ausgezogen, daher ist es für mich kein Problem mehr. Meine Ehe gibt mir Halt und Kraft für meinen Alltag..

4. Was ist wichtiger in Ihrem Unternehmen: analog oder digital?
Ich habe alle Patientendaten noch analog. Es ist für mich immer noch einfacher, die Gesprächsstunden handschriftlich festzuhalten. Die Akten sind verschlossen und somit vor Zugriff gesichert. Ganz ohne Digitalisierung, wie z. B. eine Website, geht es aber am Ende doch nicht.

5. Was ist Ihr Tipp für Unternehmerinnen oder die, die es noch werden wollen?
Man braucht Ehrgeiz und Durchhaltevermögen. Manchmal braucht es etwas Zeit, bis der Erfolg sich einstellt. Und man muss mit Herz dabei sein. Wenn man etwas wirklich will und mit aller Kraft dahinter steht, kann es nur gelingen. Ein gutes Netzwerk ist dabei sicherlich hilfreich.

 

Neu-Isenburg:

Anna Reinhardt
Unternehmen: ECE Projektmanagement GmbH & Co. KG
Position: Center Managerin Isenburg-Zentrum
seit Dezember 2015 in Neu-Isenburg.
www.isenburg-zentrum.com

1. Was ist Ihr Erfolgsrezept?
Immer ein offenes Ohr für Alle haben, nahbar sein, die menschliche Komponente nie aus den Augen verlieren und vor Ideen nur so sprudeln und diese umsetzen dürfen.
Außerdem: Spaß am Job. Denn hier verbringe ich die meiste Zeit des Tages. Nur so bin ich mit Elan dabei und erziele gute Ergebnisse.

2. Wie gelingt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie?
Durch das richtige Gleichgewicht! Wer im Beruf engagiert arbeitet, braucht auch Entspannungsphasen. Familie und Partner sind da ganz wichtig. Wenn im Privatleben ein harmonisches Miteinander herrscht, man sich füreinander Zeit nimmt und auch im Beruf nach diesem Prinzip arbeitet, sollte eine Vereinbarkeit gut möglich sein. Außerdem behalte ich mich und mein Leben stets im Blick: Freunde und Sport gehören für mich deshalb genauso dazu.

3. Haben Sie ein Vorbild?
Ein Vorbild habe ich nicht. Ich bewundere viele sehr erfolg-reiche Frauen, die Karriere und ein erfülltes Familienleben vereinbaren können.

4. Was ist wichtiger in Ihrem Unternehmen: analog oder digital?
Beides ist wichtig. Dennoch hat das analoge Arbeiten bei uns Priorität. Schließlich soll Shopping ein Erlebnis sein und wir möchten den Menschen in unseren Einkaufs-
zentren Freude bereiten. Dennoch ist die Digitalisierung auch bei uns ein großes Thema.

5. Was ist Ihr Tipp für Unternehmerinnen oder die, die es noch werden wollen?
Engagement, eine gute Selbsteinschätzung und fortwährende Reflexion. Außerdem sollte man von dem, was man tut, begeistert sein und niemals sein Team aus den Augen verlieren. Denn nur mit motivierten Mitarbeitern kann ein Unternehmen erfolgreich geführt werden. Wer dann noch die Gratwanderung schafft, als Führungsperson akzeptiert und gleichzeitig als Vertrauensperson gesehen zu werden, macht meiner Meinung nach seinen Job gut – das gilt auch für die Präsenz nach außen.

 

Susanne Wendt
Polizeistation Neu-Isenburg
Position: Dienststellenleiterin seit Mai 2018 in dieser Funktion, davor etwa 2,5 Jahre Vertreterin des Dienststellenleiters.

1. Was ist Ihr Erfolgsrezept?
Es gibt kein Erfolgsrezept. Meine Karriere ist der „normale“ Aufstieg im Polizeidienst, wenn man beweglich und engagiert ist und die Leistung stimmt.

2. Wie gelingt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie?
Meine Karriere war nur möglich, weil ich mich 1990 gegen eigene Kinder und für ein weiterführendes Studium entschieden habe. Mein Ehemann hat zwei Kinder aus erster Ehe, da fiel der Verzicht nicht sehr schwer.

3. Haben Sie ein Vorbild?
Nein.

4. Was ist wichtiger in Ihrem Unternehmen: analog oder digital?
Die Polizei kann man nicht mit einem Unternehmen vergleichen. Bei uns steht der Mensch mit seinen Sorgen und Ängsten im Vordergrund. Die Polizei sollte der Freund und Helfer sein. Ich jedenfalls lebe seit 35 Berufsjahren dieses Motto. Ganz entscheidend ist auch das kollegiale Umfeld. Wir kommen nämlich immer wieder in Situationen, die wir nur gemeinsam lösen können, und die sowohl körperlich als auch seelisch sehr belastend sein können. Der direkte menschliche Kontakt und das gesprochene Wort sind daher entscheidend. Das digitale Zeitalter ist jedoch auch an der Polizei und mir nicht spurlos vorbeigegangen.

5. Was ist Ihr Tipp für Unternehmerinnen oder die, die es noch werden wollen?
Das eigene Ding durchziehen – egal welchem Geschlecht man angehört.

6. Welche Anekdote erzählen Sie immer wieder gerne?
Es gibt keine besondere Anekdote. Das Leben als „Schutzfrau“ ist so abwechslungsreich, dass es nahezu täglich Ereignisse zu berichten gibt, die andere als Anekdoten bezeichnen würden.

 

Claudia Domnik
Unternehmen: Kuchenseppel, Neu-Isenburg
Position: Gründerin, Inhaberin, Mädchen für alles ;-).
Seit Gründung 2011 in Neu-Isenburg, wohnhaft seit 1995.
kuchenseppel.de

1. Was ist Ihr Erfolgsrezept?
Authentizität und Zielstrebigkeit.
Wer die Demut kennt, weiß den Erfolg zu würdigen. Nach vorne schauen und nie die Anfänge vergessen. Ansonsten: Aufstehn, Krönchen geraderücken und weitermachen.

2. Wie gelingt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie?
Ich habe keine Kinder; deswegen kann ich mich voll meiner Berufung widmen.

3. Haben Sie ein Vorbild?
Nein, noch nie gehabt. Und mir fällt auch bei intensivem Nachdenken niemand ein.

4. Was ist wichtiger in Ihrem Unternehmen: analog oder digital?
Analog!!! Sowohl beim Produkt als auch in der Vermarktung. Handarbeit statt Industrialisierung. Qualität statt Quantität. Direktvermarktung statt Händlernetzwerk oder Onlineshop. Kundenkontakt auf Augenhöhe. Das persönliche Gespräch und eigene Arbeitsleistung. All das sind für meine Arbeit unverzichtbare Alleinstellungsmerkmale.

5. Was ist Ihr Tipp für Unternehmerinnen oder die, die es noch werden wollen?
Ein Unternehmer*in sollte alle Aufgaben im Betrieb auch selbst beherrschen können und sich für “niedere
Arbeiten” nicht zu schade sein. Nie vergessen, was man sich mal selbst vom Chef gewünscht hat.

6. Welche Anekdote erzählen Sie immer wieder gerne?
Oje, da gibt es so viele. Ich könnte schon vier Bücher darüber geschrieben haben … Allerdings höre ich immer wieder: „Sie sind sooo nett. Sie werden von Ihrem Chef hoffentlich gut bezahlt?“ Ich muss mir dann manchmal echt auf die Zunge beißen. Aber ich erwidere dann: „Danke für das Kompliment! Schlagen Sie ihm doch beim nächsten Mal eine Lohnerhöhung für mich vor.“

 

Nadine Brahms
Unternehmen: Caketales, Neu-Isenburg
Position: Gründerin, Inhaberin, Mädchen für alles 😉
Seit Gründung 2011 in Neu-Isenburg, wohnhaft seit 1995
caketales.de

1. Was ist Ihr Erfolgsrezept?
Ein starker Wille, Durchhaltevermögen, sehr viel Mut, Optimismus und Motivation. Trotz Rückschlägen und Gegenwind glauben wir an das, was wir tun.

2. Wie gelingt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie?
Frau Schwantes und ich sind alleinerziehende Mütter. Nach der Trennung haben wir uns selbstständig gemacht. Wir haben die Vereinbarkeit nie in Frage gestellt. Natürlich setzt das eine gute Organisation voraus. Aber sogar unsere Kinder haben Spaß an unserer Arbeit.

3. Haben Sie ein Vorbild?
Ralf Dümmel von „Die Höhle der Löwen“. Er besitzt eine scheinbar unerschöpfliche Energie und Freude an dem, was er tut. Er ist unglaublich fokussiert und arbeitet hart für seinen Erfolg.

4. Was ist wichtiger in Ihrem Unternehmen: analog oder digital?
Analog! Unser Konzept lebt von der liebevollen Handarbeit und persönlichen Kundengesprächen.

5. Was ist Ihr Tipp für Unternehmerinnen oder die, die es noch werden wollen?
Man sollte sich bewusst sein, wie hart dieser Weg ist, da man überdurchschnittlich viel arbeitet und eigentlich keine Freizeit mehr hat. Man sollte sich über die Motivation im Klaren sein. Wenn man dann noch wie wir das Hobby oder besondere Interessen zum Beruf macht, nimmt man alles gerne auf sich.

6. Welche Anekdote erzählen Sie immer wieder gerne?
Letztes Jahr rief ein Herr Boateng an und fragte, ob wir im Laden wären, da er eine Torte für seinen Sohn bräuchte. Wir bestätigten und legten auf. Alle waren komplett aus dem Häuschen und spekulierten, ob es wirklich DER Boateng sein würde. Wir fieberten also dem Termin entgegen. Und tatsächlich: Da stand er und bestellte eine Torte. Er hat sogar ein Bild auf Instagram gepostet und auch in der Bravo Sport war es zu sehen.

 

Anja Kürschner
Unternehmen: kaffeegunst, Neu-Isenburg
Position: Gründerin, Inhaberin, Mädchen für alles 😉
Seit Gründung 2011 in Neu-Isenburg, wohnhaft seit 1995.
kaffeegunst.de

1. Was ist Ihr Erfolgsrezept?
Optimismus, Durchhaltevermögen, gewisse Selbstdisziplin, freundliche Hartnäckigkeit, Freude am Tun und Entwickeln.

2. Wie gelingt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie?
Manchmal ist es ein Vereinbaren, manchmal auch ein Addieren, doch das Wichtigste war und ist, dass ich meine Kinder bestens aufgehoben weiß und es ihnen gut geht, während ich arbeite. Zudem: Der Rückhalt und die Unterstützung des Partners. Man sollte sich auch von jeglicher Perfektion verabschieden.

3. Haben Sie ein Vorbild?
Nein, weil jeder Mensch auf seine Weise einzigartig ist.

4. Was ist wichtiger in Ihrem Unternehmen: analog oder digital?
On- und offline – beides ist sowohl bei kaffeegunst als auch bei Wortwahl sehr wichtig, um persönlich und über Kanäle wie Instagram oder Facebook zu kommunizieren und in Kontakt zu bleiben.

5. Was ist Ihr Tipp für Unternehmerinnen oder die, die es noch werden wollen?
Mutig sein, sich selbst mehr zutrauen, sich erlauben, Fehler zu machen; Ideen ausprobieren, auch wenn sie noch nicht völlig ausgereift sind, und ruhig mal größer denken.

6. Welche Anekdote erzählen Sie immer wieder gerne?
Wir waren mal in einem kleinen Hotel, wo alle Frühstücksgäste an einem großen Tisch zusammen saßen, statt an vielen kleinen. Es entstand eine wunderbar ungezwungene Atmosphäre und jeder, der wollte, kam schnell mit dem anderen ins Gespräch. Das fand ich so erfrischend, dass ich genau so eine erfrischende Atmosphäre auch bei kaffeegunst geschaffen habe.

 

Manuela Werner
Unternehmen:Herzlich Shop
Position: Inhaberin,
seit 1994 in Neu-Isenburg.
herzlich-shop.de

1. Was ist Ihr Erfolgsrezept?
Bei „Herzlich“ geht es nicht nur um Mode. Hinter der Idee stecken eine Emotion und ein Erlebnis: DER persönliche Wohlfühl-moment.

2. Wie gelingt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie?
Die ganze Idee, das ganze Konzept konnte nur entstehen, da alle aus meiner Familie 100 Prozent hinter mir stehen.

3. Haben Sie ein Vorbild?
Ja, Riccardo Simonetti:
Model, Blogger & Bestsellerautor. Für mich ist er eine absolut starke Persönlichkeit, die sich von nichts beirren lässt. Die Ziele immer klar vor Augen haben – so kann man alles erreichen.

4. Was ist wichtiger in Ihrem Unternehmen: analog oder digital?
Beides, die Kommunikation über Instagram und Facebook ist sehr wichtig, um Leute aufmerksam zu machen. Ich denke in der heutigen Zeit geht es nicht mehr ohne.

5. Was ist Ihr Tipp für Unternehmerinnen oder die, die es noch werden wollen?
Wenn man für einen Traum oder eine Idee brennt, sollte man seinen Weg gehen und sich von niemandem davon abbringen lassen. Denn schon Marc Aurel wusste: „Man bereut nie, was man getan, sondern immer, was man nicht getan hat.“

 

Obertshausen:

Simone Weinmann-Mang
Unternehmen: Arno Arnold GmbH, Obertshausen
Position: Geschäftsführerin.
Seit 1984 in Obertshausen.
www.arno-arnold.de

1. Was ist Ihr Erfolgsrezept?
Ziele, Kraft und Durchhaltevermögen. All das beziehe ich aus meinem katholischen Glauben und der Rückbindung an Gott. Arbeiten ist für mich Selbstverwirklichung, deshalb arbeite ich gern. Gott schenkt mir dafür die Kraft und das Gelingen. Das Erreichen gesteckter Ziele macht für mich den Erfolg aus, der mich zum Weitermachen beflügelt.

2. Wie gelingt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie?
Eine Voraussetzung ist für mich ein gut organisierter Terminkalender. Darüber hinaus sind Fleiß, Elan und Einsatzwillen unentbehrlich. Um zu gewährleisten, dass auch unsere Mitarbeiter Beruf und Familie vereinbaren können, bringen wir Verständnis auf und bieten individuelle Arbeitszeitmodelle.

3. Haben Sie ein Vorbild?
Am wichtigsten ist es, den Mut zu haben, seinem Herzen und seiner Intuition zu folgen.

4. Was ist wichtiger in Ihrem Unternehmen: analog oder digital?
Innovation ist unserem Unternehmen in die DNA geschrieben. Meine Vorfahren haben den Wandel von der Bandoneon-Fertigung in ein Industrieunternehmen für flexiblen Maschinenschutz vollzogen. Heute steht die gesamte Wirtschaft an der Schwelle zur digitalen Transformation. Da wollen wir ganz vorn dabei sein. Vernetzung ist hierbei wohl die wichtigste Komponente-auch – auch in unserem Unternehmen. Das fängt im weitgehend papierlosen Büro an, geht über Patentanmeldungen bis hin zu neuesten intelligent kommunizierenden Schutzabdeckung.

5. Was ist Ihr Tipp für Unternehmerinnen oder die, die es noch werden wollen?
Man sollte eigenverantwortlich etwas bewegen wollen. Weiterhin braucht man eine Vision, einen Plan, Mut und Risikobereitschaft. Und last but not least: Fleiß, Transparenz.

 

Silvie Vidak
Unternehmen: Einzelhandel mit Textilien, drei Boutiquen in Obertshausen (Anamori, P3, Chaboo – Mode für Kids) und eine in Oberursel,
Position: Geschäftsleitung.
Seit 2000 in Obertshausen.
1. anamori-woman.com
2. pdrei-modelust.com
3. chaboo-kindermoden.com

1. Was ist Ihr Erfolgsrezept?
Fachwissen, Fleiß und Disziplin.

2. Wie gelingt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie?
Die Familie wurde immer mit eingebunden und hat mich immer unterstützt. Die Buchhaltung habe ich gemacht, als die Kinder im Bett waren. Meine Kinder bestätigen mir heute, dass ich immer präsent war und sagen – was mich immer sehr belustigt – dass ich gleichzeitig an mehreren Orten sein konnte.

3. Haben Sie ein Vorbild?
Alle Menschen, die was bewegen und nicht jammern.

4. Was ist wichtiger in Ihrem Unternehmen: analog oder digital?
Analog, denn ich arbeite mit Menschen und nicht mit Maschinen zusammen.

5. Was ist Ihr Tipp für Unternehmerinnen oder die, die es noch werden wollen?
Fachwissen aneignen und bereit sein, doppelt so viel zu leisten wie andere. Prioritäten setzen.

6. Welche Anekdote erzählen Sie immer wieder gerne?
So eine Anekdote habe ich nicht, dafür aber eine Art Leitspruch: Ohne Fleiß kein Preis!

 

Nicole Krüger
Unternehmen: Blumen-Bratfisch, Obertshausen
Position: Junior-Chefin.
Gärtnerei und Blumenladen gibt es seit über 60 Jahren in Obertshausen.
3 Generationen haben das Unternehmen inzwischen schon geführt.
www.blumen-bratfisch.de

1. Was ist Ihr Erfolgsrezept?
Da die Zufriedenheit unserer Kunden an oberster Stelle steht, finden wir immer gemeinsam mit dem Kunden dessen Wünsche heraus. Natürlich beschäftigen wir uns mit Trends und versuchen diese kreativ umzusetzen; dabei folgen wir aber den Vorstellungen der Kunden, denn es geht nicht um unseren eigenen Geschmack. Außerdem sorgen wir mit Herz und Freundlichkeit dafür, dass unsere Kunden sich bei uns immer willkommen fühlen.

2. Wie gelingt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie?
Bei uns ist das sehr einfach, da wir in dem Haus wohnen, in dem sich auch der Blumenladen befindet. So sparen wir Fahrzeiten zur Arbeitsstätte und haben alles besser im Griff.

3. Haben Sie ein Vorbild?
Als Inhaberin eines Traditionsunternehmens sind natürlich meine Eltern und Großeltern die direkten Vorbilder. Sie waren schließlich in der Lage, dieses Geschäft zu dem zu machen, was es heute ist.

4. Was ist wichtiger in Ihrem Unternehmen: analog oder digital?
Wir sind schon sehr auf den analogen Bereich fixiert, da die meisten Kunden noch den direkten Kontakt und die Beratung schätzen. Trotzdem informieren auch wir viel über Facebook, unsere Homepage und WhatsApp.

5. Was ist Ihr Tipp für Unternehmerinnen oder die, die es noch werden wollen?
Wählen Sie immer nur eine unternehmerische Ausrichtung, die auch Ihren Vorlieben entspricht, da Sie auf Dauer nur mit persönlichem Engagement und Herzblut durchhalten werden.

6. Welche Anekdote erzählen Sie immer wieder gerne?
Anekdoten werden meistens von Menschen erzählt, die in der Vergangenheit schwelgen. Wir reden mit unseren Kunden immer über die Wünsche und Bedürfnisse, die jetzt vorhanden sind. So bleibt alles frisch – wie unsere Blumen.

 

Dr. Daniela Türk
Unternehmen: Alexander-Apotheke, Obertshausen
Position: Apothekenleiterin.
Seit 2016 in Obertshausen.
www.alexander-apotheke-app.net

1. Was ist Ihr Erfolgsrezept?
Freundlichkeit, Authentizität, ein gutes Betriebsklima und vor allem Zeit und immer ein offenes Ohr für seine Kunden.

2. Wie gelingt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie?
Meine Familie steht zu 100 Prozent hinter mir. Eine Jungunternehmerin hat am Anfang viel Arbeit, aber die Familie sollte nie zu kurz kommen. Mit ein bisschen Organisation bekommt man beides gut unter einen Hut.

3. Haben Sie ein Vorbild?
Kurz und knapp: nein

4. Was ist wichtiger in Ihrem Unternehmen: analog oder digital?
In der heutigen Zeit überwiegt beim Einkauf und Verkauf das Digitale. Wir bieten unseren Kunden natürlich auch „neue Medien“ und digitale Möglichkeiten, die sie gerne und jederzeit für ihre Bestellungen nutzen können. Für mich sind aber der persönliche Kundenkontakt und eine gute Beratung sehr wichtig; die bekommt man bei großen Internet-Händlern nicht.

5. Was ist Ihr Tipp für Unternehmerinnen oder die, die es noch werden wollen?
Man sollte sich immer treu bleiben und mit viel Spaß an die Arbeit gehen.

 

Susanne Brust
Unternehmen: Flora-Apotheke, Obertshausen
Position: Apothekerin und Betriebswirtin für die Pharmazie
Seit 2013 hier in Obertshausen.
www.floraapotheke.com

1. Was ist Ihr Erfolgsrezept?
Kompetenz, Persönlichkeit und Freundlichkeit sind mir am Wichtigsten. Der Kunde steht bei mir an erster Stelle. Darum bedeutet es mir viel, dem Kunden in der heutigen, schnelllebigen Zeit genug Aufmerksamkeit schenken zu können. Außerdem ist mein Beruf mein Hobby.

2. Wie gelingt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie?
Es ist immer wieder eine Gratwanderung. Gegenseitige Unterstützung und Rücksichtnahme in der Familie sind unerlässlich.

3. Haben Sie ein Vorbild?
Ein Vorbild habe ich nicht. Es war schon immer mein Wunsch selbstständig zu arbeiten.

4. Was ist wichtiger in Ihrem Unternehmen: analog oder digital?
Die Digitalisierung in der heutigen Zeit ist unumgänglich. Ich bin diesen Entwicklungen gegenüber sehr offen. Alles hat sein Für und Wider. Mir liegt es sehr am Herzen, auf gesunde Art und Weise Digitalisierung mit der persönlichen Betreuung vor Ort und der Nähe zum Kunden zu verknüpfen.

5. Was ist Ihr Tipp für Unternehmerinnen oder die, die es noch werden wollen?
Mein Tipp für zukünftige Unternehmerinnen ist: Ein Paket bestehend aus einem gutem Konzept, einem guten Standort, viel Zeit und Freude an der Tätigkeit, Ausdauer, Mut und eine gesunde Portion Selbstvertrauen und Authentizität.

 

Rödermark:

Julia Akinwale
Unternehmen: GuFiE Gesundheit Fitness Erlebnis, Rödermark
Position: Inhaberin
Seit Januar 2018 in Rödermark.
www.gufie.de

1. Was ist Ihr Erfolgsrezept?
Der Wunsch, etwas Eigenes auf die Beine zu stellen und dabei gleichzeitig viele Menschen glücklich zu machen. Darum setzen wir auf familienfreundliches Training in familiärer Atmosphäre. Vom Baby über’s Kleinkind bis zum Senior sollen alle gerne zum Training kommen.

2. Wie gelingt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie?
Durch die Unterstützung meiner Familie gelingt es sehr gut, beides unter einen Hut zu bringen. Der Tag muss immer durchorganisiert sein, damit weder Job noch Familie zu kurz kommen.

3. Haben Sie ein Vorbild?
Ja, meinen Papa. Er hat in 1980 das komplette Möbelkonzept von Mainstream auf Exklusivität umgewandelt.
Ihm ging es darum, die Zeichen der Zeit zu erkennen,
und die eigene Nische zu finden.

4. Was ist wichtiger in Ihrem Unternehmen: analog oder digital?
Unsere Abläufe im Studio sind digital und internetbasiert organisiert: vom Telefon über die Datenbank bis hin zur
Zutrittskontrolle. Dennoch halte ich den analogen Faktor
für viel wichtiger – hier geht es um eine persönliche Betreuung, freundliches, sympathisches Theken- und Trainerteam und ein angenehmes Ambiente.

5. Was ist Ihr Tipp für Unternehmerinnen oder die, die es noch werden wollen?
Durchhaltevermögen und einen guten langfristigen durchdachten Plan mit allen Eventualitäten haben. Mein Mann und ich haben fast zwei Jahre an unserem Businessplan geschrieben.

6. Welche Anekdote erzählen Sie immer wieder gerne?
Nach einem Kurs für Kleinkinder und Senioren kam eine ältere Dame zu mir und sagte: “Meine Familie wohnt weiter weg und wir sehen uns nicht so häufig. Als ich gerade mit dem kleinen Mädchen gemeinsam trainiert habe, da war es, als würde ich meine Enkelin vor mir sehen. Vielen Dank für dieses Erlebnis, meine Lebensqualität hat sich seit dem Training im GuFiE so enorm erhöht!”

 

Andrea Gotta
Unternehmen: Blumenstudio ANDREA, Rödermark
Position: Inhaberin seit 1990
Seit September 1976 in Rödermark
www.blumenstudio-andrea.de

1. Was ist Ihr Erfolgsrezept?
Spaß an der Arbeit, das sieht man unseren Werkstücken an. Außerdem: Qualität, Freundlichkeit und immer ein offenes Ohr für unsere Kunden.

2. Wie gelingt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie?
Ich habe keine eigene Familie, daher ist das kein Problem.

3. Haben Sie ein Vorbild?
Nein.

4. Was ist wichtiger in Ihrem Unternehmen: analog oder digital?
Beides ist wichtig. Digital erreicht man schneller viele Menschen und kann so auf sich aufmerksam machen.

5. Was ist Ihr Tipp für Unternehmerinnen oder die, die es noch werden wollen?
Man sollte auf jeden Fall Spaß an dem haben, was man macht, sein Ziel immer vor Augen haben und wissen, dass Freizeit manchmal sehr klein geschrieben wird.

6. Welche Anekdote erzählen Sie immer wieder gerne?
Manchmal kommen Kunden in unser Geschäft, weil es ihnen nicht so gut geht, und sagen: „Ich will heute nichts kaufen, aber ihr habt immer so gute Laune. Da habe ich gedacht, ich komm mal rein und dann geht´s mir gleich besser.“

 

Claudia Mieth
Unternehmen: Autohaus Mieth GmbH, Rödermark
Position: Geschäftsführerin (Teilhaberin)
Seit 1967 mit Unterbrechungen in Rödermark.
www.ford-mieth.de

1. Was ist Ihr Erfolgsrezept?
Selbstdisziplin, Durchhaltevermögen, Freude am Tun und am Umgang mit den Mitmenschen gehören dazu. Niemals das Ziel aus den Augen zu verlieren, ist zudem wichtig.

2. Wie gelingt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie?
Bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie müssen Frauen meist mehr bewältigen. Nicht selten leisten Sie mehr und arbeiten schneller, um rechtzeitig bei Ihren Kindern zu sein. Es ist wichtig, zu akzeptieren, dass man nicht in beiden Bereichen gleichzeitig 100 Prozent geben kann.

3. Haben Sie ein Vorbild?
Ein Vorbild habe ich nicht. Es gibt aber genug Gelegenheiten, Frauen zu bewundern, die erfolgreich Beruf und Familie meistern.

4. Was ist wichtiger in Ihrem Unternehmen: analog oder digital?
Zweifellos wird das Digitale in der Zukunft im Vordergrund stehen. Aber ohne das Analoge, ohne dass beispielsweise ein Auto mit den Händen repariert wird, gibt es keine Erfolge.

5. Was ist Ihr Tipp für Unternehmerinnen oder die, die es noch werden wollen?
Das Ziel Unternehmerin zu sein, muss man realistisch sehen. Es verlangt häufig den Verzicht auf Freizeit und ein hohes Maß an Organisationstalent gemeinsam mit den Mitarbeitern und in der Familie. Es kann nur funktionieren, wenn man für seine Aufgabe brennt.

 

Daniela Süß-Wunderlich
Unternehmen: wunderlich wandgestaltung Gmbh, Rödermark
Position: Geschäftsführerin.
In Rödermark seit 2001 (beruflich).
www.wunderliches.de

1. Was ist Ihr Erfolgsrezept?
Unsere Kreativität und die Leidenschaft, mit der wir alles tun. Seit mehr als 140 Jahren gelingt unserer Firma eine gute Mischung aus Tradition und Innovation (mein Mann ist die 4. Generation der kreativen Wunderlichs). Und wir arbeiten in einem tollen und kompetenten Team, das vielfältige Stärken bündelt.

2. Wie gelingt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie?
Das ist für Frauen generell immer wieder schwierig, auch, weil wir oft unsere eigenen Bedürfnisse aus den Augen verlieren. Hier muss man achtsam sein und offen für Unterstützung. Glücklicherweise sind mein Mann und ich ein gutes Team, und durch die gemeinsame Firmenleitung bleiben Freiräume. Außerdem haben wir großartige Unter-stützung durch Familie und flexible Kollegen.

3. Haben Sie ein Vorbild?
Anita Roddick, die Gründerin von „The Body Shop“. Wegen ihres sozialen Engagements und Ihres Einsatzes für die Umwelt. Vor allem aber wegen ihrer Bereitschaft, anders zu sein und alles anders zu machen.

4. Was ist wichtiger in Ihrem Unternehmen: analog oder digital?
Auf jeden Fall analog! Unsere Arbeit hat ja eine haptische Komponente. Und der mensch-liche Kontakt spielt eine große Rolle, denn es geht um Wünsche und Bedürfnisse der Kunden und darum, gemeinsam kreative und individuelle Gestaltungslösungen finden.

5. Was ist Ihr Tipp für Unternehmerinnen oder die, die es noch werden wollen?
Den Mut zu haben, eigene Wege zu gehen und an sich selbst zu glauben. Gerade Frauen neigen ja oft zu Selbstzweifeln. Natürlich ist es wichtig, kritisch und reflektiert auf das eigene Handeln zu schauen. Genauso wichtig ist es aber auch, den eigenen Stärken zu vertrauen und der eigenen Vision zu folgen.

 

Angelika Billing
Unternehmen: Ebbelsche Apfelweinlokal, Rödermark
Position: Inhaberin
Seit 15. Juli 2018 in Rödermark.
www.ebbelsche.de

1. Was ist Ihr Erfolgsrezept?
Ich liebe, was ich tue. Wer nicht brennt für das, was er tut, kann andere nicht entzünden. In meiner Arbeit steckt immer viel Herzblut, ob beim Kreieren neuer Getränke oder bei der Gestaltung der Gaststätte: Der Gast soll sich Willkommen fühlen.

2. Wie gelingt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie?
Der Partner sollte dahinter stehen. Ohne die Unterstützung meines Mannes wäre das alles nicht möglich. Die Gastronomie ist eine besondere Herausforderung für jede Partnerschaft, Ehe oder Familie – wir arbeiten, wenn andere Feierabend haben. Daher ist es besonders wichtig, sich kurze gemeinsame Auszei-ten zu nehmen, auch wenn es der Terminkalender eigentlich nicht zulässt.

3. Haben Sie ein Vorbild?
Nein.

4. Was ist wichtiger in Ihrem Unternehmen: analog oder digital?
In unserem Geschäft ganz klar analog. Aber ohne digitale Unterstützung in Form von sozialen Medien geht es heute auch nicht mehr.

5. Was ist Ihr Tipp für Unternehmerinnen oder die, die es noch werden wollen?
Es bedeutet zunächst einmal viel Arbeit und wenig Freizeit. Wenn man etwas aus ganzem Herzen möchte, schafft man es auch. Wichtig ist, authentisch zu sein und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu haben. Berechtigte Kritik sollte man nicht persönlich nehmen, sondern als Chance zur Verbesserung sehen. Den eigenen Anspruch,
immer perfekt sein zu wollen, sollte man deutlich herunterschrauben, was mir persönlich immer noch schwer fällt…

 

Stefanie Gotta
Unternehmen: Hotel Lindenhof, Rödermark
Position: Inhaberin
Seit September 1999 in Rödermark.
www.hotel-lindenhof.com

1. Was ist Ihr Erfolgsrezept?
Ein zuverlässiges, freundliches und motiviertes Team sowie Fleiß und Durchhaltevermögen.

2. Wie gelingt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie?
Das war nicht leicht, aber das Hotel ist mit den Kindern gewachsen. Bei der Auslastung zum jetzigen Zeitpunkt wäre es mit zwei kleinen Kindern nicht möglich gewesen.

3. Haben Sie ein Vorbild?
Nein.

4. Was ist wichtiger in Ihrem Unternehmen: analog oder digital?
Um die Digitalisierung kommen auch wir leider nicht herum. Allerdings legen wir noch großen Wert auf das persönliche Gespräch.

5. Was ist Ihr Tipp für Unternehmerinnen oder die, die es noch werden wollen?
Auch nach einer längeren Durststrecke nicht gleich aufgeben. Außerdem: Kreativität gepaart mit einem herzlichen und aufmerksamen Service.

6. Welche Anekdote erzählen Sie immer wieder gerne?
Da gibt es nach 19 Jahren natürlich Viele. Während einer Messe saß jeden Abend ein Gast am gleichen Tisch, hat eine Kleinigkeit gegessen und ein Getränk getrunken. Dies die ganze Woche lang. In ein Gespräch wollte er nicht verwickelt werden, wir wollten auch nicht aufdringlich sein. Ich bin davon ausgegangen, dass wir nicht das ideale Hotel für ihn sind, er die gebuchte Zeit absitzt, auscheckt und wir ihn nicht wiedersehen. Völlig überrascht war ich, als er nach dem Auschecken um die Rezeption herumging, mich in den Arm nahm und sagte: „Frau Steffi, ich habe gesehen, das macht man hier so. Ich habe mich sehr wohl gefühlt und werde nächstes Jahr gerne wiederkommen.“

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