Alle Jahre wieder
Es dauert noch ein bisschen, aber bekanntlich werfen große Ereignisse ja ihre Schatten voraus. Mitten in der heißen Vorbereitungsphase befindet sich derzeit das Sprendlinger Kerbteam, das alles daransetzt, der großen Jubiläumsfeier im kommenden Jahr den letzten Schliff zu geben. 300 Jahre Kirchweih feiert der Ort dann. Im Jahr 1716 wird das Fest zum ersten Mal schriftlich erwähnt. Anlässlich der Geburtstagsparty versprechen die Kerbburschen nun, es angemessen krachen zu lassen.
In der Planung ist ein Programm, das nicht nur die Herzen der Ur-Sprendlinger höherschlagen lässt. Es soll auch für jeden Gast ganz nach seinem Gout etwas dabei sein. Natürlich gehört ein großer Festumzug in all seiner Pracht zu den Feierlichkeiten, ebenso wie der Kerbtanz, mehrere Frühschoppen, ein Seniorentreffen sowie ein Familientag. „Die Organisation der Jubiläumskerb ist wirklich eine Herausforderung für uns“, sagen die Mitglieder des Kerbteams. Ebenso betonen sie aber: „Wir werden dieses einmalige Ereignis mit viel Herzblut und Ehrgeiz meistern.“
Um auch die Finanzen rund um das Großereignis fest im Griff zu behalten, hat des Team den „Club der 300er“ gegründet. Dort können sich Sponsoren und Gönner engagieren, die das alte Brauchtum der Kirchweih unterstützen möchten und so zu seinem Erhalt beitragen. Einen Mindestbeitrag von 50 Euro erhoffen sich die Organisatoren. Der edle Spender profitiert dann unmittelbar von seiner Gabe: Er kommt mit Namen und Bild in die Kerbzeitung.

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Mit Schärpe und Strohhut
Unter der Regie des seit dem Jahr 2000 bestehenden Sprend-linger Kerbteams ist es zum Jubiläum gelungen, einen aktuellen Kerbborschenjahrgang zu finden. Die Kerbborsche 2016 sind aktuell 15 Mann. Auch Sie werden in weißem Hemd, schwarzer Hose, rotweißer Schärpe und Strohhut für fünf Tage das Sprendlinger Straßenbild bestimmen. Die uniformierte
Kleidung der Kerbborschen hat sich bis heute kaum geändert. Die Farben der Schärpe spiegeln das Sprendlinger Wappen wider, mit dem Strohhut zeigen die Burschen ihre Verbundenheit mit der Tradition. Wer Lust hat, bei solcherart Spektakel mitzumachen und mindestens 18 Jahre alt ist, kann sich unter info@sprendlinger-kerb.de melden und somit ein wichtiger Teil der 300sten Kerb in Sprendlingen werden. Der Brauch der Kirchweih lässt sich zurückführen auf die erste Sprendlinger Kirche, die dem heiligen Laurentius geweiht war. Der König hatte sie gegründet und betrachtete sie als sein Eigentum. In einem Dokument wird sie allerdings als Schenkung an den Salvatorstift zu Frankfurt genannt. Seit dem 9. Jahrhundert entwickelte sich der Jahrestag der Kirchweih zu einem oft und gerne gefeierten Fest mit einem reichen Brauchtum. „Bei der Kerb geht es noch heute darum, zusammen als Gemeinschaft eine schöne Zeit zu verbringen und sich zu amüsieren“, teilen die Organisatoren der Jubiläumskerb mit.

Hisst die Flagge
Möglichst viele Fahnen rund um die Innenstadt sollen zeigen, dass die Sprendlinger etwas zu feiern haben. „Wir möchten die Tradition des geschmückten Baumes und der Fahne am Haus wiederaufleben lassen“, kündigt das Team an. Dabei kann jeder Interessierte zu dem Brauch beitragen, indem er die Original Sprendlinger Fahne mit dem abgebildeten Hirsch kauft und sich so dafür engagiert, eine wichtige Überlieferung zu erhalten. Auch mit dem Kauf eines 2,5 Liter-Bembel zur 300. Sprendlinger Kerb unterstützen Kerbanhänger den Verein. Die Bembel sind als Unikat auf 300 Exemplare limitiert und durchnummeriert.

Wenden Sie sich bei Interesse unter der Mailadresse info@sprendliger-kerb.de an unsere Ansprechpartner oder telefonisch an:

Fahne:
Bodo Leonhardt, Tel. 06103 / 6 55 89

Bembel:
Michael Klein, Tel. 0172 / 6 61 64 13

Club:
Peter Held, Tel. 0177 / 2 14 94 62

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